Ernährungsumstellung: 4 Gründe für deine Gelüste auf Brot, Kekse und Nudeln

Weg vom BrotKennst du das?

Morgens wachst du auf.

Du denkst: Jetzt ein schönes Frühstück mit der ganzen Familie. Alle sitzen gemeinsam am Tisch, frischer Kaffeeduft steigt dir in die Nase. Alle sind gut drauf. Marmelade und Käse stehen bereit.

Du steigerst dich quasi richtig in die Vorstellung und dann hörst du dich fragen: Wer holt Brötchen?

Shit!

Eigentlich willst du das doch gar nicht mehr!?

Aber nur der Wille alleine bringt uns manchmal in solchen Situationen nicht weiter. Es müssen Strategien her. Ich spreche sogar von Überlebensstrategien! Denn so ein Denken und solche fantastischen Vorstellungen können dich echt zermürben, machen dir und letztendlich deiner Familie schlechte Laune.

Solche Gedanken bringen nichts. Im Gegenteil du musst wertvolle Energie aufwenden, um gegenzusteuern. Energie, die du für andere wichtige Dinge und Lebensziele benötigst.

In diesem Artikel stellen wir dir mögliche Gründe für deine Gelüste und Heißhungerattacken auf Brot, Käse und Süßes bei der Umstellung auf Rohkost vor.

Wir entlarven quasi die Ursachen. Denn der erste Schritt zur Veränderung ist ja immer die eigene Erkenntnis. Für eine erfolgreiche Ernährungsumstellung müssen wir unser Verhalten hinterfragen. Warum handeln wir jetzt so? Was ist der Auslöser? Was steckt dahinter?

Alles andere ist nur eine Übergangslösung und wird dich nicht dauerhaft an dein Ziel bringen!

Also…

 

Entlarve die Gründe für deine Gelüste

 

Erkenne deine Feinde!

 

Frustessen

War dein Arbeitstag heute mal so richtig sch…?

Führt dein erster Gang dann direkt zum Kühlschrank? Oder biegst du schon vorher beim Discounter ab und holst dir eine Kekspackung?

Das Frustessen ist unter uns Menschen weit verbreitet. Es gibt tausend Gründe dafür. Wir sind mit unserem Körper oder Aussehen unzufrieden, der Job passt nicht oder stresst, die Beziehung zu unserem Partner läuft gerade nicht so oder die Kinder drehen frei.

Beobachte dich einmal selbst. Isst du, wenn du etwas Schlechtes erlebt hast, wenn du Stress hattest?

Solche schlechten Tage können hin und wieder auftauchen. Schenke diesem Frust nicht allzu viel Beachtung. Du überwindest sie leicht mit den Anregungen aus diesem Artikel.

Anders ist es, wenn diese Art der Unzufriedenheit immer wieder kehrt.

Oft sind wir dann mit der Gesamtsituation unseres Lebens unzufrieden. Dieser Frust hemmt deine Entwicklung. Dinge, die normalerweise kein Problem sind, fallen dir schwer. Gründe dafür sind meist in der Arbeit, in der Partnerschaft oder in der Meinung zu sich selbst zu finden. Hier hilft dir Kneipp.

Denk an seine Worte und schaffe Ordnung in deinem Leben. Gehe die Baustellen an. Das ist die beste Vorbeugung gegen wiederkehrendes und fatales Frustessen.

 

Essen als Belohnung

Von Kindertagen an wurden wir durch Essen belohnt. Es ist irgendwie einfach so drin in unserer Gesellschaft. Will uns jemand etwas Gutes tun, wird Schokolade verschenkt, ein Kuchen gebacken oder zum Essen eingeladen.

Das muss so ein Urinstinkt sein. Ich weiß es nicht. Aber auch bei mir erkenne ich leider derartige Strukturen.

Mittlerweile gelingt es mir jedoch immer öfter statt Essen, Liebe und Zeit für mich und andere als Belohnung einzusetzen. Fünf Minuten wahre Aufmerksamkeit und aktives Zuhören sind manchmal mehr wert als die leckersten Pralinen. Und wenn es doch mal eine süße Aufmerksamkeit sein soll, nehme doch diese.

Schau also in Zukunft ganz genau hin, wo und wann du dich mit Essen belohnen willst.

Finde für dich ganz persönlich andere neue Lebensgewohnheiten. Statt einem Kaffee (mit Keks) nach der Arbeit genießt du nun erst eine Runde an der frischen Luft. Schnapp dir einen lieben Menschen und dann ab zum nächsten See!

Umstellung auf Rohkost Einfach anfangen

Ich denke, du hast mich verstanden und es ist Zeit für den nächsten Feind.

Vorsicht. Er will dich wirklich daran hindern, deine Gelüste zu besiegen.

Dieser Feind schleicht sich unbemerkt an. Und Bähm ist sie da. Die…

 

Langeweile

…, wenn du nicht weißt wohin mit dir und deiner Zeit. Wenn du auf der Couch oder im Bett vor dem Fernseher sitzt, statt dich um deine Lebensziele zu kümmern.

Kurze Zwischenfrage, hast du überhaupt Lebensziele?

Na klar! Zumindest dieses hier: du willst die Vorteile der Rohkost genießen! Du willst gesund, schlank und frei sein!

Wenn du dein Ziel noch nicht klar schriftlich formuliert hast. Stoppe hier. Gehe auf diesen Beitrag. Das ist der Schlüssel zur entspannten Umstellung auf Rohkost.

 

Weiter geht’s.

Plötzlich Zeit haben, Fernsehen, Ziellosigkeit fördert deine Lust auf Essen. Deswegen mach dir unbedingt einen Plan. Strukturiere deinen Tag und hey…

lass die Kiste aus!

Nimm dir ein Buch, beschäftige dich mit dir selbst und mit lieben Menschen in deiner Umgebung. Gehe raus und erlebe Abenteuer!

 

Süchtigmacher

Jetzt geht es an die harten Sachen.

Alkohol, Zigaretten, Kaffee und die bekannten Drogen machen süchtig. Das wissen wir.

Die anderen Süchtig- und Krankmacher sind vielen von uns nicht wirklich klar. Wir haben sie jahrzehntelang bedenkenlos gegessen und das hat Folgen.

Ich spreche von Brot, Käse, Zucker, Gewürzen und den ganzen anderen Nahrungsmittel, die Stimulanzien enthalten.

Sie benebeln uns. Sie machen süchtig und krank! Glaube mir, ich weiß, wovon ich spreche!

Wenn du schon Erfahrungen mit Rohkost hast, weißt du, wie es sich anfühlt, wenn dein Kopf, deine Gedanken immer freier werden. Erhöhe deine Rohkostanteil fröhlich weiter. Der Dunst verschwindet. Du hast klare Sicht.

Doch noch ist dein Körper vergiftet. Gluten aus Brot- und Getreideprodukten (natürlich auch Muffins, Nudeln, meine geliebten Kekse), industriell hergestellter Zucker, Alkohol – um nur einige zu nennen – müssen auch erst einmal aus deinem Kopf. Spürst du den Jippel auf etwas „Schönes“?

Also ich denke noch an Kekse. Alte Gewohnheiten lassen sich schwer abstreifen. Aber immer ein bisschen mehr 🙂

Es ist krass. Zucker macht so stark abhängig wie kaum ein anderes Nahrungsmittel. Ich kenne Menschen, die Anzeichen einer Zuckersucht zeigen. Einige geben das offen zu und verändern bereits ihre Essgewohnheiten. Weiter so ihr Lieben!

Dir muss auch klar sein, dass sich durch diese Nahrungsmittel bzw. Stoffe fiese Schlacke in deinem Körper bilden. Er wird zusätzlich belastet.

Ich habe darüber auch einen Artikel mit dem schönen Titel „Entschlackung – wie du zu deinem Traumgewicht kommst“ geschrieben. Lies nach.

 

Fazit

Bitte nehme diesen Artikel als Anreiz, deine Gelüste und Heißhungerattacken zu beobachten. Warum und wann kommst du in solche herausfordernden Situationen?

In diesem Artikel habe ich dir diese vier möglichen Gründe erläutert:

Frustessen

Essen als Belohnung

Langeweile

Süchtigmacher

Analysiere dein Verhalten. Erst dann kannst du auf derartige Attacken bewusst reagieren und sie schließlich dauerhaft ausschalten. Schritt für Schritt und in deinem ganz eigenen Tempo zu immer mehr Rohkost!

Noch mehr wertvolle Anregungen für deine schrittweise Ernährungsumstellung findest du auch in diesem  tollen Buch.

 

 

Einfach anfangen

Denke jetzt wirklich einmal darüber nach. Ich meine jetzt! Nur 10 Minuten!

Schreibe dir diese 3 Fragen ab (Das ist sehr wichtig. Du musst die Fragen und Antworten selbst schreiben. Sie prägen sich besser ein. Du gibst deinem Köpfchen etwas Arbeit 😉  )

Beantworte nun diese 3 Fragen schriftlich:

 

1.Hast du dich schon einmal nach einem echt besch… Tag mit Essen belohnt? Wenn ja, was waren die Folgen?

 

2.Wann bekommst du Lust auf das Essen bzw. Naschen?

 

3.Wonach bist du süchtig? Bei welchem Nahrungsmittel fällt dir das Weglassen wirklich echt schwer?

 

Entlarve deine Gründe für Gelüste. Dann hast du gute Chancen dauerhaft deinen Rohkostanteil zu erhöhen und deine Ernährung umzustellen. Nur dafür musst du dich auch mit dir und deinen Lebensgewohnheiten auseinandersetzen. Also leg jetzt los!

 

Du kannst die Fragen auch gerne im Kommentar beantworten. Ich bin gespannt auf deine Antworten.

 

PS:

Natürlich war das noch nicht alles zu den Gelüsten und Heißhungerattacken. Lies auch unseren Artikel „14 Tipps wie du von Brot, Käse, und Süßkram wegkommst“.

Schritt für Schritt zu mehr Rohkost!

Und weißt du was? Du lächelst noch dabei 🙂

About The Author

Antje Düwel

unterstützt Unternehmerinnen dabei unglaubliche Energie zu gewinnen, um ihre Ziele leichter und mit mehr Freude zu erreichen. Erhalte mehr Infos von der Meisterin der Energie auf Facebook.

11 Comments

  • Christine Anna

    Reply Reply 25. Juli 2016

    Ich bin Gewohnheitsesserin,
    ich stehe am Anfang meiner Ernährungsumstellung, d.h. ich starte mit Obst in den Tag, mittags gibt es meistens Salat, Gemüse und Nüsse am nachmittag einen grünen Smoothie. Gefährlich ist bei mir der Abend. Mein Mann möchte seine Ernährung nicht umstellen und er kocht für sich „normal“.
    Das ist nicht immer ganz leicht sich nicht an einem gedeckten Tisch zu setzen und einfach zuzugreifen. Aber es gelingt mir immer öfter?. Etwas Angst habe ich da vor dem Winter, da ich da frühestens um 20 Uhr von der Arbeit nach hause komme und dann ist es halt schon schön wenn das Essen bereits am Tisch steht. Ich werde dann im Winter berichten wie es mir geht ?

    • Antje Düwel

      Reply Reply 26. Juli 2016

      Liebe Christine Anna, es sind die alten Gewohnheiten, die wir loslassen 😉 Du machst das super. Mach entspannt weiter und höre immer mehr auf deinen Körper. Er sagt dir, was er braucht. Erhöhe stetig den Grünanteil in deiner Ernährung. Vielleicht kannst du im Winter abends auf leichte, warme Gemüsesuppen umsteigen. Das ist besser als Brot oder deftige Sachen und deine Seele freut sich. Dir alles Liebe und weiter so! LG Antje

  • Carmen

    Reply Reply 22. Januar 2016

    Vielen Dank für den aufschlussreichen Artikel. Es lohnt sich wirklich, die Gelüste DIFFERENZIERT zu betrachten.
    Ich ernähre mich seit 8 MOnaten rein mit Rohkost. Gelüste auf Kochkost, Brot, etc hab ich nie.
    Ich ess auch nie zwischendurch, vielleicth bin ich da zu viel Kopfmensch.
    Aber manchmal hab ich schon das Gefühl, dass ich nicht satt werde. Dann ess ich – i.d.R. nach dem Abendessen – noch was und noch was und noch was. Meist Fette, weil Obst will ich abends nicht essen. Also noch n Löffel Mandelpüree, noch n Löffel Kokosöl, … Manchmal ist es vielleicht wirklich so, dass ich noch zu wenig Kalorien zu mir genommen habe. Aber häufiger sin des wohl die Punkte 1-3… Das passiert z.B. nicht, wenn ich in netter Gesellschaft esse. Nur bin ich derzeit sehr veil allein.
    Danke noch mal für die Inspiration, kann man ja auch gut anderen Menschen weitergeben, die Ängste vor der Umstellung haben. Überhaupt lohnt es sich für jede/n, egal wie sie/er sich ernährt, das eigene Essmuster anzuschauen:-)

  • Birthe

    Reply Reply 30. November 2015

    1. Oh ja…kenne ich! Belohnungs-Essen habe ich sehr deutlich in meiner Kindheit gelernt…und natürlich auch weitergegeben…! Immerhin reflektiere ich das seid einiger Zeit und ersetze Genuss und Belohnung mit anderen schönen Dingen: Badewanne, Sauna, Komödie, …..
    2. ….bei innerer Unruhe..und nervigen Haushaltsarbeiten 😉
    3. Schokolade
    Danke für den schönen Artikel !!! ⭐️

    • Antje Düwel

      Reply Reply 30. November 2015

      Liebe Birthe, danke für deine ehrliche Antwort. Innere Unruhe und nervige Hausarbeit sind, glaube ich, auch echte Frauenthemen. Das stimmt. Da müssen wir ran 🙂 LG Antje

      • Birthe

        Reply Reply 30. November 2015

        Jaaa! Ich starte heute gerade eine Kur-Woche mit vielen frischen Säften und mindestens 90% Rohkost…freue mich drauf! Ich werde mir jetzt mal euren kleinen Kurs dazu holen ;-)! Herzliche Grüße, Birthe

        • Antje Düwel

          Reply Reply 1. Dezember 2015

          Liebe Birthe, das hört sich super an. Viel Freude dabei. Ich mache zur Zeit echt viel rote Beete Säfte. Jammi 🙂 LG Antje

  • Simone

    Reply Reply 25. August 2015

    Frustessen, Essen als Belohnung, Langeweile, Süchtigmacher, wer kennt das nicht. Kann sich wohl keiner von freisprechen. Wie viele sind von ihrem anstrengenden Beruf abends gestresst, völlig fertig mit sich und der Welt, unzufrieden…. wie schöne wäre es doch jetzt ein schönes Glas Wein oder Sekt, oder zwei, oder drei – und plötzlich ist er da – der Heißhunger!! Und schon greift man sich alles was man finden kann, Brot, Brötchen, Käse, manchmal muss es auch eine Pizza sein und im schlimmsten Fall – Fischdosen…. Und der Kreislauf hört nicht auf . Nach dem Essen gibt es wieder Durst oder anderen Durst und wieder „Heißhungerattacken“. Wie viele lächeln jetzt und nicken. Ja, ich weiß wovon ich rede.
    Aber jeder Tag mehr in meiner Umstellung auf Rohkost entferne ich mich genau von diesen Gelüsten. Es gibt für mich kein Frustessen, kein Essen als Belohnung, keine Langeweile und Süchtigmacher? Süchtig bin ich nach meinen Rohkostpralinen 😉 Nein, aber mal ehrlich, was braucht ihr um glücklich zu sein? Rohkost ist kein Verzicht – Rohkost ist Genuss.

    • Autorin: Antje

      Reply Reply 25. August 2015

      Hey Simone,
      dreimal Halleluja für dieses Kommentar. Jeden Tag ein bisschen weiter entfernen von den Gelüsten. Das ist das Ziel auf dem Weg zur dauerhaften Rohkost!
      LG Antje

  • Christel Eggert

    Reply Reply 23. August 2015

    Ich kämpfe nur bis zu einem bestimmten Punkt , wird 1 Lust zu groß, gebe ich nach, schon nach kurzer Zeit merke ich das es mir gar nicht mehr schmeckt. Das ist besser als kämpfen

    • Autorin: Antje

      Reply Reply 23. August 2015

      Liebe Christel,

      richtig. Bis zu einem bestimmten Punkt und dann auf den Körper hören und mit allen Sinnen essen. Lächeln nicht vergessen (wegen der Glückshormone). Die Erkenntnis kommt dann ziemlich schnell. Aber nur so gelingt nach meiner Meinung auch die dauerhafte Umstellung auf Rohkost. Es muss in den Kopf hinein. LG Antje

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