Wenn du diese 15 Tipps befolgst, schaffst du Rohkost im Winter

Frieren mit Rohkost

Sobald die ersten kalten Tage kommen, fängt das große Frieren an und wir sehnen uns nach einer heißen Suppe. Habe ich Recht?

Alte Glaubenssätze, wie „Etwas Warmes brauch doch der Mensch“ kommen uns dann in den Sinn und wir hadern mit der Rohkost.

Du sollst aber nicht unzufrieden sein. Du sollst dein Leben und vor allem immer mehr Rohkost genießen! Deswegen verrate ich dir in diesem Artikel 15 Tipps, wie du warm und glücklich bleibst.

Außerdem haben wir genau zu diesem Thema auch Urs Hochstrasser, einer  der bekanntesten deutschsprachigen Rohkost-Zubereiter, befragt. Schau dir dieses Video an und du erhältst weitere wichtige Informationen.

Jetzt folgen meine…

15 Tipps für  Rohkost im Winter

  1. Warme Kleidung

Es klingt so banal, aber es ist der beste Tipp. Zieh dich wärmer an. Wähle deine Kleidung nach dem Zwiebelprinzip und halte besonders deinen Puls an den Händen warm. Gerade in der ersten Zeit der Umstellung bist du einfach kälteempfindlicher.

  1. Bewegung

Helmut Wandmarker hat in seinem Buch „Willst du gesund sein? Vergiss den Kochtopf!“ treffend formuliert: „Wenn du frierst, beweg dich!“.

Lege also kurze Gymnastikübungen ein. Ich meine es ernst. Mach auf der Stelle einen kurzen Sprint oder wie früher im Sportunterricht 10 Hampelmänner. Durch Bewegung werden außerdem deine Lymphe in Gang gebracht. 15 Minuten Trampolinspringen sind hier das beste Warmup.

  1. Abhärtung

Härte deinen Körper gegenüber kalten Reizen, wie Wind, Luft und Wasser, ab. Regelmäßige Kneipp-Anwendungen (mindestens dreimal die Woche) sind die beste Vorbereitung für die kalte Jahreszeit. Ich empfehle dir Wechselfußbäder oder Saunagänge.

  1. Warme Getränke

Tee an sich ist keine Rohkost, da er mit kochendem Wasser zubereitet wird. Ich bin allerdings gegen irgendwelche Dogmen. Schau bitte, was deinem Körper und deiner Seele gut tut. Empfehlenswert gerade in deinem ersten rohen Winter ist das Trinken von warmen Gewürztees. Kurkuma, Chili, Ingwer und auch Knoblauch schmeißen deine innere Heizung an.

  1. Kein Essen aus dem Kühlschrank

Lager dein Obst und Gemüse im Winter, wenn möglich, nicht im Kühlschrank oder der eiskalten Garage. Verzehrst du es in diesem Zustand, muss dein Organismus wertvolle Energie aufwenden, um es deiner Körpertemperatur anzugleichen. Dein Essen sollte an kalten Tagen normale Zimmertemperatur haben.

  1. Entgiftung beachten

Frieren ist auch ein Zeichen von Entgiftung. Leg dir eine Wärmflache auf die Leber oder mach dir einen Wickel. Schau, wie du deinen Körper noch unterstützen kannst (Basische Bäder, Bewegung, Kräutertee zur Ausleitung).

  1. Mehr Fett

Steigere deinen Fettanteil in der Nahrung. Im Sommer verlangt unser Körper nach saftigen Früchten. In der kalten Jahreszeit dagegen benötigt er weniger wasserhaltige, sondern fettreiche Sachen. Steigere daher deinen Anteil an Nüssen, qualitativ hochwertigen Rohkostölen und gehaltvollen Früchten, wie Avocado. Lies diesen interessanten Bericht.

  1. Feurige Smoothies

Füge deinem täglichen Smoothie Gewürze (z. B. Ingwer, Cayennepfeffer und Chili) hinzu. Sie sorgen für innere Hitze und sind zudem eine tolle Abwechslung auf dem Speiseplan. Natürlich kannst du deine Säfte im Winter auch mit leicht erwärmtem Wasser zubereiten.

  1. Rohkost Suppen

Es gibt so vielfältige Rezepte, die du unendlich variieren kannst. Ob Kürbis, Rote Beete, Pastinaken oder Kohl – alle saisonalen Gemüsesorten eignen sich für schmackhafte Zusammenstellungen. Lass deiner Kreativität freien Lauf. Ich gebe unseren Suppen auch gerade im Herbst immer etwas Ingwer hinzu.

Erhitze deine Suppen (bis 42 °C) oder bereite sie mit warmem Wasser zu.

  1. Dörrautomat verwenden

Während unser Trockner im Sommer eher einstaubt, verwenden wir ihn im Winter oft für Rohkostbrote, Bratlinge und mariniertes Gemüse. Das Essen ist leicht erwärmt und der ganze Raum duftet lecker.

  1. Warme Teller

Ein total simpler, aber sehr effektiver Trick. Gerade im ersten Jahr der Umstellung helfen warme Teller dem  Bedürfnis nach Wärme nachzukommen. Stelle dein Geschirr etwa 10 – 20 Minuten von der Mahlzeit in den Backofen und erwärme es leicht. Anschließend richtest du darauf dein Essen an.

  1. Erwärmtes Trinkwasser

Wir trinken Sommer wie Winter warmes Wasser. Es fördert das Allgemeinbefinden und entgiftet den Körper. Ähnlich wie beim Wäschewaschen werden durch warmes Wasser unerwünschte Stoffe besser gelöst und abtransportiert. Dein Körper spart wertvolle Energie, da er das Getränk nicht erst „hochheizen“ muss.

  1. Sprossen und Keimlinge

Sie sind gerade im Winter eine optimale Ergänzung für unseren Speiseplan. Sprossen und Keimlinge wachsen schnell und liefern viele Nährstoffe. In den kalten Monaten ist das Angebot von saisonalem Obst und Gemüse eher knapp. Der Verzehr von Sprossen und Keimlinge ist daher ideal, um deinen Gemüseanteil in der Ernährung zu erhöhen.

  1. Regionale Produkte

Beobachten wir die Natur, erhalten wir Rückschlüsse, was uns gerade gut tut. Iss daher Lebensmittel, die in dieser Jahreszeit regional verfügbar sind, wie Wurzel- und Knollengemüse (Pastinake, Rote Beete, Kohlrabi, Karotten, Knollensellerie, Topinambur) sowie Grünkohl, Feldsalat, Weißkohl und Rucola. Verzehre weniger Tomaten, Gurken, Melonen oder Erdbeeren.

  1. Mach langsam

Frieren kann natürlich mehrere Ursachen haben. Eine sehr entscheidende ist allerdings die Belastung unserer Leber durch den Entgiftungsprozess (siehe 6. Tipp). Diesen kannst du aber auch verlangsamen. Bevor du dich grämst und die komplette Rohkost im Winter in die Tonne haust, ergänze deine roh veganen Mahlzeiten durch gedünstetes Gemüse. Wichtig ist, dass es dir gut geht, du dich sau wohl mit deinem Essen fühlst sowie dir und der Rohkost wohlwollend gegenüberstehst.

Hab Freude auf deinem Weg zu immer mehr Rohkost. Nur dann kann es aus meiner Sicht wirklich dauerhaft gelingen.

Zusammenfassung

Wenn du frierst, gib nicht der Rohkost die Schuld. Es ist nicht die Temperatur der Speisen, die deine  Körperwärme reguliert, sondern die Effizienz der Nahrung. Für eine kurze Zeit nur verleiht uns warmes Essen ein wohliges Gefühl. Viel hilfreicher für deinen Wärmehaushalt ist die Information, Energie  (gespeichertes Sonnenlicht)  und Beschaffenheit der aufgenommenen Nahrung. 

Dein Körper muss in der Lage sein,  die in der Nahrung enthaltene Energie aufzunehmen und im Stoffwechsel zu verarbeiten. Deshalb ist die Beschaffenheit der Lebensmittel so wesentlich. Obst und Gemüse der Saison, Sprossen und Keimlinge, Rohkosöle und Nüsse sind hier die erste Wahl (vgl. http://www.urshochstrasser.ch/pdf/rohkostimwinter.pdf).

Sieh meine 15 Tipps auch als eine Art Checkliste für dich.

Friert dein Körper, dann schickt er dir ein Signal. Er zeigt dir, dass du etwas optimieren musst. Geh die Checkliste durch. Ich fasse sie für dich noch einmal zusammen:

  1. Warme Kleidung
  2. Bewegung
  3. Abhärtung
  4. Warme Getränke
  5. Kein Essen aus dem Kühlschrank
  6. Entgiftung beachten
  7. Mehr Fett
  8. Feurige Smoothies
  9. Rohkost Suppe
  10. Dörrautomat verwenden
  11. warme Teller
  12. Erwärmtes Trinkwasser
  13. Sprossen und Keime
  14. Regionale Produkte
  15. Mach langsam

Ich habe für dich auch noch dieses Video entdeckt. Gerade der letzte Tipp spricht mir aus der Seele.

Und jetzt her mit deinen Kommentar.

Wie sehen deine Erfahrungen mit der Rohkost in der kalten Jahreszeit aus?

Mach diesen Artikel noch hilfreicher für andere. Verrate uns deinen Tipp!

 

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Antje Düwel

Antje Düwel

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7 Antworten
  1. Jen
    Jen says:

    Danke für den schönen Artikel,

    Bei mir es so das ich früher immer ständig gefroren habe (bei mindestens 2 warmen mahlzeiten am Tag).

    Erst wo ich auf Rohkost umgestellt habe wurde es besser und ich friere nicht mehr so leicht (eigentlich wiederlege ich damit ja das was viele immer sagen „Das Rohkost kalt macht und man davon friert!“ zumindest für mich 😉

    Und stimmt, einzig und allein in Entgiftungsphasen friere ich dann wieder vermehrt (da habe ich dann meist aber auch noch andere Entgiftungssymptome )

    Viele liebe Grüße, Jen

    Antworten
    • Antje Düwel
      Antje Düwel says:

      Hi Jen,

      das hört sich richtig gut an, dann hast du einen sehr guten Weg für dich gefunden. So soll es sein: warm und glücklich mit Rohkost – auch im Winter. Danke für dein Kommentar. LG Antje

      Antworten
  2. Birthe
    Birthe says:

    Liebe Antje…ganz tolles Thema!!! Vielen Dank für die schönen Ideen zur Kompensation! Ich habe letzte Woche überlegt, mal eine Meditation/Phantasiereise zum Thema „Finde deine innere Sonne und Wärme! zu machen…mir fehlt die Sonne jetzt schon…obwohl sie hier ja gerade so genial scheint ;-)! Zu dem Thema könntet ihr ja, wenn ihr Lust habt mal den Arzt John Switzer interviewen…er arbeitet mit dem Ayurveda und der Rohkost und hat mir mit seiner Arbeit (Praxis/Behandlungen/Vorträge/Buch) Mut gemacht, mich trotz des hohen Wind-Anteils in meiner Konstitution, nicht von der Rohkost abhalten zu lassen. Michael Delias hat mal in der Wurzel auch darüber geschrieben. Herzlicher Gruß und euch viel Sonne und Wärme im Herzen ♥︎, Birthe

    Antworten
  3. Bonnie
    Bonnie says:

    Hallo Antje & Ronnie,

    ich habe mich mal mit Jean Huntziger über das Thema Frieren im Winter unterhalten.
    Er ist überzeugt davon, dass man im Winter gar kein Obst essen sollte. Es würde den Körper kalt machen. Schon eine geringe Menge ist seiner Meinung nach zu viel.
    Ich habe keine praktische Erfahrung dazu, obschon ich nur sehr wenig Obst esse (aber eben immerhin noch etwas.)

    Antworten
    • Antje Düwel
      Antje Düwel says:

      Hallo Bonnie,
      da kann schon etwas dran sein. Die Natur sorgt für uns. Im Winter gibt es keine Früchte, also sollten wir sie wahrscheinlich auch nicht in Massen essen. Wir essen im Winter weniger Obst (meist Äpfel). Bisher haben wir damit gute Erfahrungen gemacht. Aber der Gedanke von Huntziger ist auf alle Fälle interessant und klingt für mich auch total logisch. Ich denke, auch hier sollte jeder in sich hineinspüren und für sich den besten Weg wählen. Danke für diese Anregung. LG Antje

      Antworten
    • Eva
      Eva says:

      Hallo Bonnie,
      ja, da ist was Wahres dran. Wenn wir uns an das Obst aus unserer jeweiligen Region halten, haben wir (in Deutschland) im Winter Lageräpfel und ein paar restliche Birnen, dazu getrocknete Beeren und ein paar Dörrpflaumen. Das wars dann auch schon. Für alles andere Obst, was wir im Laden kaufen können ist unser Stoffwechsel nicht akklimatisiert. Stattdessen wäre dann Wurzelgemüse die erste Wahl – denn das heizt in unseren Breitengraden den/dem Körper ein.
      Lg Eva

      Antworten

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