Rohkost unterwegs – Wie du auch außerhalb deiner Wohnung satt und zufrieden bist

Rohkost im Urlaub

Mit Rohkost unterwegs

Zu Hause klappt alles prima.

Seit einigen Tagen oder Wochen ernährst du dich bewusster. Dir gelingt es immer mehr diesen neuen Lebensstil in deinen Alltag einzubauen und du fühlst dich einfach super. Alles läuft wie geschmiert.

Doch dann musst du auf Dienstreise, fährst in den Urlaub, wirst von Freunden zum Essen eingeladen oder bist den ganzen Tag mit deiner Familie unterwegs.

Jetzt lauern fiese Stolpersteine auf dich. Frischer Kaffeeduft aus der Teeküche, ein Pott voller Nudeln, plötzlich auftretender Hunger oder einfach nur deine Gedanken wollen dich in die alten Verhaltens- und Ernährungsweisen zurückdrängen.

Sei wachsam!

Bereite dich auf solche Situationen vor. Das ist das ganze Erfolgsgeheimnis. Nur so kannst du deine Ernährung wirklich dauerhaft umstellen und alle Vorteile genießen.

Es gibt einfache Strategien wie du auch Rohkost unterwegs essen und nach jeder bestandenen Prüfung stolz auf dich bist. Denn die größte Hürde ist dir ja schon bewusst.

Auf Tour

Je länger du dich mit Rohkost auseinandersetzt, desto entspannter wird dein Verhältnis zum Essen und zum Hunger. Das kann ich dir vorneweg schon einmal versprechen.

Du machst dir einfach nicht mehr so viele Gedanken, was du alles mitnehmen musst. Du weißt, dass du nicht verhungern wirst, wenn du mal eine oder zwei Mahlzeiten auslässt.

Mittlerweile gibt es in jedem Supermarkt reichlich Obst und Gemüse. Saftbars wachsen wie Pilze aus dem Boden. Also keine Panik. Wir finden schon etwas zum Essen 😉

Sind wir mal einen ganzen Tag lang auf Tour, packen wir uns einen Verpflegungskorb mit frischem Obst (meist Bananen, Äpfel, Birnen und Pfirsiche) und Gemüse (Möhren, Gurken, Kohlrabi) sowie eingeweichten Nüssen (Mandeln oder Cashewkerne). Das hat sich auch auf längeren Autofahrten bewährt.

Jeder von uns hat natürlich auch eine große Flasche gefiltertes Wasser dabei.

Im Sommer nehmen wir Smoothies abgefüllt in Glasflaschen oder alten Marmeladengläsern in der Kühltasche mit. Süßzeug, wie Fruchtleder, ist manchmal auch mit dabei.

Es erstaunt mich immer wieder, mit wie wenig Lebensmittel unsere Familie eigentlich auskommt. Mein Gott, was haben wir früher Stullen und Brötchen geschmiert!

Auf Arbeit

Vor der Arbeit schnappen wir uns unsere Wasserflaschen, ein oder zwei Äpfel und bereiten uns einen grünen Smoothie zu. Das reicht uns.

Wir fasten bereits seit Jahren vom Aufstehen bis zum späten Mittag oder essen meist nur Obst und trinken Smoothies.

Wenn du dich am Anfang der Ernährungsumstellung befindest, könnte dir das etwas wenig erscheinen. Ich rate dir deswegen, deinen Arbeitstag essenstechnisch genau vorzubereiten.

Du umgehst somit Heißhungerattacken und findest dich auch nicht plötzlich in der Kantine oder am Dönerstand wieder.

Schneide dir morgens Tomaten, Gurken, Paprika und Grünzeug zurecht. Entweder isst du sie auf Arbeit pur oder verarbeitest sie mit einem selbstgemachten Dressing zu Salat. Wenn du keinen unansehnlichen Brei haben willst, solltest du dieses allerdings zunächst getrennt vom Gemüse transportieren. Auch ein leckeres Rohkostbrot könnte den Salat ergänzen.

In deiner Pause kannst du dir auch einen frischen Obstteller aus richtig kombinierten Früchten und Zimt schnippeln.

Für den süßen Heißhunger solltest du immer auch ein wenig Nüsse bzw. Datteln in der Arbeitstasche haben. Statt zu Keksen greifst du dann eher zu diesen gesunden Alternativen.

Unsere Tochter bereitet sich immer herrliche Brotbüchsen aus selbstgemachten Chia-Bananen-Pudding und etwas Frischem zu. Ab und zu nimmt sie auch ein Bananenbrot mit.

Rohkost unterwegs Einfach anfangen

Auf Dienstreisen oder im Hotel

Auch hier ist Vorbereitung alles! Wenn du auf Dienstreise gehst, lege vorher einen Produktions- bzw. Besorgungstag ein. Lass deinen Dörrautomaten mit Rohkostbroten und Fruchtleder heiß laufen. Leg dir genügend gutes Wasser, frisches Obst und Gemüse zurecht.

Ein toller Tipp ist auch vorher dem Hotel ganz konkret zu mailen, was du essen kannst. Eine Blogabonnentin von uns hat damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Beim gemeinsamen Abendessen im Hotel waren alle Kollegen  von ihrer Mahlzeit schwer beeindruckt. Der Küchenchef erkundigte sich persönlich nach ihrer Zufriedenheit. Wann erlebt man das denn bei normaler Kochkost?

Also setze dich mit der Unterkunft in Verbindung und äußere ganz konkret und höflich, was du essen kannst.

Wie geht der Spruch „Du bekommst nur das, was du sagst“? Oder so ähnlich.

Ich empfehle dir auch bei längeren Aufenthalten einfach einen kleinen Mixer mitzunehmen. Er passt in jede Tasche und du kannst dir damit deine Smoothies, Dips und Salatcremes selbst zubereiten.

Im Restaurant

Natürlich gehen auch Menschen, die sich roh vegan ernähren gerne aus. Wir wollen ja schließlich auch mal etwas anderes sehen, als immer nur unsere Küche. Ich persönlich genieße sehr die Atmosphäre in Restaurants bzw. das gemeinsame Erlebnis mit der Familie zu bestimmten Höhepunkten.

Doch ein schnöder Salat für 8 € reißt dich dann auch irgendwann nicht mehr vom Hocker.

Schau dir in aller Ruhe die Speisekarte an. Stelle dir selber einen Salat aus den angebotenen Beilagen oder dem Obstangebot zusammen.

Wer nicht fragt, der nicht gewinnt! Und welcher Kellner kann schon einem charmanten Lächeln widerstehen 😉

Natürlich kannst du dir auch einen ganz normalen Salatteller ohne Dressing bestellen. Du füllst dann einfach deine eigene Sauce, die du vorher zubereitet hast, darüber. Tue einfach so, als wenn es das selbstverständlichste der Welt für dich wäre und niemanden wird es kümmern!

Eine Blogabonnentin hat noch einen weiteren Tipp für dich:

Wenn sie in ein Restaurant geht, gibt sie dem Kellner eine Karte, auf der geschrieben steht, was sie alles essen kann. Die Idee finde ich klasse!

Bei Freunden und Familie

Nur weil du dich entschieden hast, mehr Rohkost in dein Leben zu holen, heißt es ja nicht, dass du ein Einsiedler sein musst. Genieße Einladungen zum Grillen oder zum Kaffee. Aber wähle nur das Beste für dich!

Nimm  eine Gemüseplatte, einen leckeren Obstsalat, eine Torte oder deine neueste Rezeptentdeckung mit. Stell es einfach ohne große Worte mit auf den Tisch. Die meisten Leute sind an neuen Gerichten echt interessiert. Mach aber so viel, dass du auch noch etwas abbekommst.

Finaler Tipp

Wenn es dir in manchen Situationen unangenehm ist bzw. du keinen Bock auf Erklärungen hast, dann sag einfach, dass du bestimmte Lebensmittel nicht verträgst.

Glaube mir, dass versteht jeder und derjenige hat dazu vielleicht auch noch etwas zu sagen. Ich stifte dich hier nicht zum Lügen an. Nein. Nein. Ich nenne dir lediglich eine bewährte Strategie, wie du Verständnis und Unterstützung von den Leuten erhältst.

Wenn wir ehrlich sind, verträgt unser Körper ja auch bestimmte Lebensmittel bzw. eine bestimmte Ernährungsweise nicht. Oder fühlst du dich nach einem Schnitzel oder einem Kaffee wirklich gut?

Also wende diese Strategie mit ruhigem Gewissen im Restaurant oder bei Freunden an.

Ansonsten denk daran:

  1. Vorbereitung ist alles!
  2. Bereite dir dein Essen für die Arbeit morgens zu.
  3. Hab immer einen Notsnack (Apfel oder Nüsse) in der Tasche.
  4. Trau dich im Restaurant deine Wünsche zu äußern.
  5. Besorg dir einen kleinen Mixer für Reisen.
  6. Bring zu Einladungen Essen für dich und andere mit.
  7. Sei einfach du selbst!

Einfach jetzt anfangen

Und nun los hinaus mit dir in die Welt! Mach dich stark und suche deine Herausforderung auch außerhalb deiner vier Wände.

Ich weiß, du schaffst das: immer Schritt für Schritt und in deinem Tempo.

Meine Empfehlung für dich

In diesem Buch findest du noch weitere tolle Anregungen, wie du Schritt für Schritt deine Ernährung auf Rohkost umstellst. Schau rein.

 

Was hast du für persönliche Erfahrungen bzw. für Tipps für uns? Wir freuen uns auf deinen Kommentar.

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About The Author

Antje Düwel

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9 Comments

  • Simone

    Reply Reply 5. November 2015

    Hallo, kurze Frage zum Bananenbrotrezept. Ich besitze noch keine Nussmühle. Könnte Ihr eine empfehlen? Im Internet finde ich nur welche mit eher schlechten Bewertungen. Es sollte halt eine sein, die wirklich fein mahlt und sich leicht reinigen lässt. Danke Euch!

    • Antje Düwel

      Reply Reply 5. November 2015

      Liebe Simone,
      wir haben eine gute Küchenmaschine (Thermomix), die Mandeln und Co. super klein mixt. Ich bin für weniger Küchenzeug und Maschinen und habe mir vor Jahren ein wirklich gutes Gerät gekauft. Leider kann ich dir keine gute Nussmühle empfehlen. LG Antje

  • Victoria

    Reply Reply 27. Oktober 2015

    Liebe Antje, danke für diesen genialen Artikel! Es ist wirklich alles auf den Punkt drin. Ich bin sehr viel unterwegs, und manchmal gehen mir Ideen aus. Ich habe meistens ganz viele Äpfel mit (essen keinen Bananen). Äpfel sind super transportierbar, werden nicht zerdrückt und sauen nicht rum 🙂 Ansonsten habe ich Chiapudding oder etwas Leinsamenbrei mit: diese wundersame Samen quellen im Magen auf, und man hat stundenlang keinen Hunger.
    Liebe Grüsse
    Victoria

    • Antje Düwel

      Reply Reply 27. Oktober 2015

      Liebe Victoria, danke für deinen tollen Kommentar und deine Tipps. Leinsamenbrei werden wir auch einmal ausprobieren. Hört sich gut an. LG Antje

  • Jen

    Reply Reply 11. September 2015

    Schöner Artikel. für unterwegs habe ich meist auch Chia-Pudding, Obst, Gemüsesticks (mit selbstgemachten Dipps) , Cracker oder Rohkostbrot oder auch Nüsse mit. Im Zoo hatte ich neulich auch rohvegane Schoko-Pancakes mit. Die waren lecker. (und das gleiche habe ich neulich nur mit Banenen und Löwenzahn gemacht als kleine Pancakes oder Wraps oder wie auch immer man sie nennen mag 😉 )

    Auf Geburtstagen oder Feiern bringe ich meist eine eigene Torte mit , das kommt auch gut an 🙂

    Und verhungern muss man jedenfalls nicht.

    Viele Grüße Jen

    • Antje Düwel

      Reply Reply 11. September 2015

      Jupp! Aber auch lieber mehr Esse zu Feiern mitnehmen, sonst bleibst nichts mehr für dich übrig. Das haben wir auch schon erlebt 😉 LG Antje

  • Karin

    Reply Reply 8. September 2015

    Liebe Antje,
    alles gesagt. Seit 15 Monaten handele ich so, wie du es beschreibst. Für Restaurantbesuche habe ich noch einen einlamnierten Zettel dabei auf dem folgendes steht:

    Lieber Koch, liebe Köchin,
    ich bin vegane Rohköstlerin. Würden Sie mir bitte einen großen, gemischten Salat mit einigen der folgenden Zutaten zubereiten:

    Ich kann essen:
    – Verschiedene Salate
    – Grünes Blattgemüse ( Spinat, Grünkohl, Mangold, Wirsing u.ä.)
    – Rohes Gemüse (Tomaten, Gurken, Sellerie, Karotten, rote, orange und gelbe Paprika, Pastinake, Kohlrabi u.ä.)
    – Avocado
    – Oliven
    – Frische Kräuter
    – Frische Sprossen
    – Rohe Nüsse und Samen
    – Rohes Obst

    Bitte kein:
    – Fleisch
    – Fisch
    – Eier
    – Käse oder andere Milchprodukte
    – Gemüse aus der Dose oder Glas
    – Tofu
    Bitte kein Dressing. Etwas Öl separat dazu wäre toll.

    Ich freue mich auf Ihre Kreativität 
    Herzlichen Dank!

    Diesen Zettel gebe ich als Bestellung bei der Kellnerin ab. Und bisher habe ich die unterschiedlichsten Erfahrungen damit gemacht, durchweg aber immer gute. Es sind aber auch tolle Salatkreationen dabei en tstanden. Meinen Zettel bekam ich anstandslos und ohne Aufforderung immer zurück.

    Liebe Grüße in den Norden
    Karin

    • Antje Düwel

      Reply Reply 9. September 2015

      Hey Karin, also wie gesagt, diesen Tipp finde ich echt klasse. Danke auch für deine detaillierte Darstellung. Das ist wirklich einen Versuch wert 😉 LG Antje

    • Jen

      Reply Reply 11. September 2015

      Wow, na das finde ich ja mal eine geniale Idee. Ich glaube das werde ich auch mal machen (wenn ich mich denn traue, denn bin ich immer davon ausgegangen wenn ich im Restaurant bin muss ich mich den Regeln dort beugen und kann höchstens ein Salat aus der karte wählen).
      Viele Grüße Jen

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